Über uns

1991 entstand mit der Gründung des „Steißlinger Kreises“ eine Arbeitsgruppe von Psychoanalytikern aus den verschiedensten Richtungen, die sich mit der Integration des körperlichen Ausdrucksgeschehens in die psychoanalytische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie beschäftigte.


Die inhaltliche Arbeit orientierte sich an der Entwicklung von theoretischen und praxisbezogenen Konzepten und deren Vermittlung durch Selbsterfahrung, Supervision und Vorträge. Seit Anfang der 90er Jahre fanden zudem kontinuierliche Fortbildungsangebote durch Mitglieder des Steißlinger Kreises an verschiedenen Orten in Deutschland für analytisch und tiefenpsychologisch arbeitende Kollegen statt.

 

Innerhalb dieses Diskurses spielten theoretische Weiterentwicklungen innerhalb der Psychoanalyse, der Paradigmenwechsel hin zu einem intersubjektiven Verständnis und
die Ergebnisse der Säuglings- und Bindungsforschung sowie der Neurowissenschaften eine wichtige Rolle.

 

2007 entstand ein Lehrbuch „Psychoanalyse der Lebensbewegungen“ – neben vielen weiteren Veröffentlichungen (s. Rubrik Literatur). Es enthält Arbeiten zu theoretischen Grundlagen und Anwendungsbereichen der körperorientierten Psychoanalyse und Psychotherapie. Im Rahmen der Wiener Symposien „Psychoanalyse und Körper“ fand über viele Jahre ein übergreifender Austausch, auch mit Vertretern wissenschaftlicher Nachbardisziplinen statt. Im Kontext dieser Tagungen entstand eine Zeitschrift mit gleichem Namen.

 

Eine Gruppe von 11 Mitgliedern umfasst der Steißlinger Kreis momentan. Die Gruppe trifft sich sich zweimal jährlich, um sich mit weiterführenden Aktivitäten zur Verbreitung des Ansatzes zu beschäftigen. Seit März 2014 finden überregionale Treffen statt mit einem erweiterten Kreis von Kollegen, die wiederum innerhalb von drei regionalen Gruppen miteinander arbeiten an Fragen zur therapeutischen Umsetzung, zur inszenierenden Supervision sowie an curricularen Weiterentwicklungen.