Körperorientierte Psychoanalyse und Psychotherapie

Ziel der körperorientierten Psychoanalyse und Psychotherapie

ist die Integration des körperlichen Ausdrucksgeschehens in die Theorie und Methodik der analytischen und tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie. Zum theoretischen Bezugsrahmen gehört das intersubjektive Paradigma sowie neuere psychoanalytische Entwicklungsmodelle, die auf Erkenntnissen der Säuglings- und Bindungsforschung sowie der Neurowissenschaften basieren.


Wir gehen davon aus, dass die Einbeziehung der Körper-Sprache einen wichtigen Zugang zum Unbewussten darstellt.

Früh erlernte Beziehungserfahrungen, die man als implizites Beziehungswissen bezeichnet, manifestieren sich auf dieser Ebene. Bei Traumatisierungen, die mental nur unzureichend repräsentiert und sprachlich symbolisiert sind, stellt sich die Verständigung auf dieser Ebene als Anknüpfungspunkt für eine Transformationsarbeit dar, um diese Erfahrungen auf einer mentalen Ebene zu begreifen und zu bewältigen.

 

Innerhalb des therapeutischen Vorgehens sind die Intensivierung körperlicher Wahrnehmungen, ein damit verbundenes Entdecken von Körpergedächtnisspuren, die Anregung von Körperfantasien sowie von szenischen Darstellungen eigene Interventionsmöglichkeiten.

Sie können zur Entschlüsselung der symbolischen Bedeutungen des körperlichen Ausdrucksgeschehens innerhalb des therapeutischen Dialogs genutzt werden, der sich szenisch im Kontext von Übertragungs- und Gegenübertragungsprozessen innerhalb eines interaktionellen Beziehungsfeldes organisiert. Die Bearbeitung folgt einem Konfliktverständnis, das Abwehrvorgänge auch im Körperlichen manifestiert sieht, als Kompromissbildungen, die in ihrer Bewusstwerdung neue Lösungsperspektiven eröffnen.